Die Bembegga auf der
Oidn Wiesn
Wie bereits im vergangenen Jahr spielte
die Bembegga Musi auch dieses Jahr wieder dem Publikum einen
Nachmittag lang auf der Oidn Wiesn anlässlich des Oktoberfestes
auf. Zwei "Touren" im Bierzelt sowie Unterhaltungsmusik im Biergarten
boten ausreichend Gelegenheit, sich auch dem Münchner Publikum und
alle Auswärtigen musikalisch bestens zu präsentieren. Mit
bayerisch-böhmischer Blasmusik sowie der musikalischen Begleitung von
Trachtengruppen kamen die fast vollzählig angetretenen Musikerinnen
und Musiker bei ihren Zuhörern bestens an und wurden mit viel und
lange anhaltendem Beifall bedacht.
Furioser Start der
Bembegga ins Jahr 2011
Im Rahmen des traditionellen
Neujahrskonzert begrüßte die Bembegga Musi das neue Jahr mit
einer gelungenen Mischung aus klassischer Musik, bekannten
Musical-Melodien, begeisternder Filmmusik sowie böhmischen Polkas und
flotter Marschmusik.
530 Freunde der Blasmusik hatten sich
in Markt Indersdorf eingefunden, um dem Programm der Musikerinnen und
Musiker um ihre Dirigentin Sigrid Kroll zu lauschen, die das Konzert
in gewohnt souveräner und sicherer Weise präsentierte. Durch das
Programm führte auch heuer wieder in bewährter Weise Robert Brack. Der
Vorstand des Bezirks Amper des MON konnte zu Beginn zwei Musiker für
ihre langjährige Tätigkeit auszeichnen: So erhielt Stefan Jäckle die
Ehrennadel des MON für 25 Jahre Blasmusikaktivität, Dr. Hubert Ruß
wurde mit der silbernen Dirigentennadel für 15 Jahre Engagement als
Dirigent und musikalischer Leiter der Bembegga Musi geehrt (Pressebericht
Dachauer Nachrichten).
Ehrungen durch MON-Bezirksvorstand Ch. Hecken (Bild © by J. Ostermair)
Den musikalischen Auftakt bildete der
Einzugsmarsch aus der Operette "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauß.
Dann hatte der Bembegga Nachwuchs seinen ersten großen Auftritt: 24
Schüler zeigten ihr Können mit dem "Bembegga Feuerwehrmarsch". Das
junge Ensemble probt seit November 2010 zusammen und wird von Julia
Karl und Stefan Jäckle geleitet. Und die Julia hatte ihre Mädel und
Jungs fest im Griff, was das Publikum mit lange andauerndem Applaus
honorierte (Pressebericht
Dachauer Nachrichten))
Klassisch ging es im Programm weiter:
Begeistert reagierte das Publikum auf die Ouvertüre aus der nur selten
zu hörenden Operette "Pariser Leben" von Jacques Offenbach. Einen
ersten Höhepunkt erreichte das Programm dann mit den
"Trompetensternen", einem Solostück für vier Trompeten aus dem
Repertoire von Ernst Hutter und seinen Egerländer Musikanten. Als
Solisten brillierten Uli Ettl, Jeanette Keimel, Rita Ettl und Wolfgang
Kienle und verzauberten die Zuhörer mit ihren lupenreinen Läufen in
ungeahnte Höhen und anderen musikalischen Kapriolen.
Etwas gemächlicher ging es weiter, es folgte die Konzertpolka
"Gedankensprünge" von Franz Gerstbrein. Wie der Titel schon erahnen
lässt, hat der Komponist einige musikalische Sprünge in seinem Werk
eingearbeitet, die von den Bembeggern problemlos gemeistert
wurden. Gekonnt wechselte sich das hohe Blech mit dem Hörnersatz ab,
das Holzregister integrierte sich einfühlsam und dezent.
Der Kapelle wie auf den Leib geschnitten erwies sich das Potpourri aus
der Operette "Der Bettelstudent" von Carl Millöcker, das es den
Zuhörern besonders angetan hatte. Hier zahlte sich wieder einmal die
Vorbereitungsarbeit aus, die der musikalische Leiter Dr. Hubert Ruß im
Vorfeld eines Konzertes leistet. Mit dem Konzertmarsch
"Regimentskinder" von Julius Fuçik ging es in die wohlverdiente Pause.
(Bild © by J. Ostermair)
Zu Beginn des zweiten Teil entführte
die Kapelle ihre Besucher mit dem temperamentvollen Konzertmarsch "O
Vitinho" nach Portugal. Von den Musicalfreunden unter den Zuhörern mit
Spannung erwartet wurde das Stück "Selections from Starlight Express",
dem bekannten Musical, das seit langen Jahren in Bochum aufgeführt
wird. Gekonnt schilderte die Kapelle den Traum eines kleinen Jungen,
in dem Lokomotiven und Eisenbahnwagen lebendig werden. Einfühlsame
Passagen wechselten mit rockigen Parts, die Bembegga zeigten
hier wieder einmal, dass sie sich nicht nur hervorragend auf die
Präsentation traditioneller Blasmusik verstehen, sondern auch moderne
Arrangements exzellent musikalisch umsetzen können.
Kurzweilig wurde es anschließend, denn Patrick Wirth stand mit seinem
Xylophon im Mittelpunkt des Publikumsinteresses. "Erinnerungen an
Zirkus Renz" lautete der Titel und so mancher Zuschauer konnte es
nicht glauben, mit welchen Geschwindigkeit Patrick seine Schlägeln
über die Palisanderstäbe gleiten ließ. Entsprechend lang anhaltend war
auch der Applaus, mit dem das Publikum diese Leistung honorierte.
Etwas zum entspannen für die Zuhörer war die folgende Polka "Ein
halbes Jahrhundert" von V. Rickenbacher in einem Arrangement von Franz
Watz, der in keinem Konzertprogramm der Bembegga Musi fehlen
darf.
Als weiteren Höhepunkt präsentierte Sigrid Kroll dem Publikum
Soundtrackhighlights aus dem Film "Fluch der Karibik". Auch hier
meisterte die Kapelle die musikalischen Klippen, die Arrangeur Ted
Ricketts "eingebaut" hatte, gekonnt und souverän. Der Lohn für die
erstklassige Präsentation dieses anspruchsvollen Arrangements war
erneut ein kräftiger Applaus der Zuhörerschaft.
Der Konzertmarsch "Abschied der Gladiatoren" von L. Blankenburg war in
bewusster Anspielung auf den Titel als letztes Stück in das offizielle
Konzertprogramm aufgenommen werden; denn wer das Publikum der
Bembegga Musi kennt, der wies, dass sie nicht ohne Zugaben von der
Bühne gelassen werden. So auch dieses Jahr: das begeisterte Publikum
erklatschte sich mit Standing Ovations zwei weitere Stücke, nämlich
die Polka "Urlaub im Böhmerwald" von Franz Watz und dem traditionellen
"Radetzky-Marsch".
Nach diesem hervorragenden Konzert
gebührt der Bembegga Musi unter ihrer Dirigentin Sigrid Kroll
ein herzlicher Dank für die intensive Probenarbeit, man gespannt sein,
was sich die musikalische Leitung für das nächste Neujahrskonzert
einfallen lässt, um ihr Publikum auf 's Neue mit Blasmusik zu
verzaubern.